keller ! consulting

keller ! denkwürdig

Sprich in Extremen; es wird dir Zeit sparen.

David Bowie (1947 - 2016)

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keller ! denkwürdig

Tom Peters

Frage:
Abspalten soll besser sein als Zusammenschließen.
Wir sind jedoch täglich Zeuge von neuen Fusionen, bewegen sich letztere auf der falschen Spur?

Antwort:
Nun, was machen Sie mit einer großen, dusseligen Firma, die nirgendwo hinkommt?
Vereinigen diese natürlich mit einer anderen großen, dusseligen Firma, damit Sie überhaupt nirgends mehr hinkommen. Bestenfalls kaufe ich auf diese Weise weitere Marktanteile. Kreiere neue Märkte!

Dahin führt die andere Spur der Strasse.
Losgelöste Firmenteile wachen aus dem Dornröschenschlaf auf und finden zum ursprünglichen Leben zurück. Eigentlich habe ich gar nichts gegen Firmenkäufe. Da gibt es zum Beispiel die Cisco Systems im Silicon Valley. Cisco produziert viel Schlosserarbeit fürs Internet. 45% der Einnahmen stammen aus Akquisitionen.

Die Käufe allerdings sind meist recht winzig. Cisco kauft nämlich Ideen und clevere Leute. Kleinere Häuser, die neue Wege gehen, um Geschäft zu machen...

© Tom Peters im Interview mit Vertretern der ZfU AG / www.tompeters.com



Walther Rathenau (1867 - 1922)

Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.



Albert Schweitzer (1875 - 1965)

Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.



Konfuzius (Philosoph, 551 bis 479 v. Chr.)

Wenn die Begriffe sich verwirren, ist die Welt in Unordnung.



Udo Keller

Guten Tag, Mitarbeiter!

Guten Tag, Mitarbeiter!
Vorhin, als wir uns auf dem Flur begegneten,
habe ich bemerkt, dass dein Lächeln nicht echt war.
Nun, vielleicht hast du Probleme, warst in Gedanken woanders
und wolltest nicht unhöflich wirken.
Früher hätten wir uns mit einem Handschlag begrüßt
und ein kleines Schwätzchen abgehalten.
Die Zeit dafür war irgendwie immer da.
Heute sind wir alle sehr busy,
vielleicht auch, weil das hip ist.
Ja, wir sind wichtig.
Wir halten den Laden am Funktionieren.
Und funktionieren selbst nur noch.

Als ich die Firma gegründet habe,
gab es viele Bedenkenträger,
die mich mit Ratschlägen verfolgten.
Und es gab die Neider,
die selbst nie den Mut dazu gehabt hätten
und sich bis heute das Maul darüber zerreißen,
dass wir Erfolg haben.
Und es gab dich.
Du standest damals in meinem Büro und fragtest,
ob ich an die Zukunft glaube.
Ich war tief berührt davon.

Ich bin seit dem nie mehr danach gefragt worden.
Ja sicher, von ganz engen Freunden.
Und von Mutter, die sich immer Gedanken gemacht hat.
Auch in ganz schweren Zeiten sagte ich ihr,
dass alles gut läuft und in Ordnung ist.
Aber ich glaube, sie hat gespürt,
dass das oft nicht stimmte.
Mit dir, lieber Mitarbeiter, habe ich nie darüber gesprochen.
Ich weiß, dass dir Sicherheit sehr viel bedeutet.
Ich wünschte, diese auch für mich haben zu können.

Du bist vielleicht der Ansicht,
dass du hier alt werden kannst.
Ich würde dir das gern zusichern können.
Ja, woanders gibt es Entlassungen.
Hier nur, wenn man silberne Löffel geklaut hat.
Draußen tobt der Wettbewerb.
Du hast dich hier drinnen gut eingerichtet.
Manche nennen das Mitarbeiterzufriedenheit.
Ich nenne das verantwortungslos.
Aber was ist mein Anteil an dieser Entwicklung?
Wir hätten öfters reden sollen.

Ich werde darüber nachdenken.
Eine Nacht darüber schlafen.
Und morgen einen ersten Schritt auf dich zugehen,
dir die Hand schütteln,
mich bedanken,
und dich in mein Büro bitten.
Lass uns dort mal über Zukunft sprechen ...



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