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keller ! denkwürdig

Auf der einen Seite nur die Kosten im Blick, auf der anderen Seite ständig ein Auge zudrücken - der...

Udo Keller

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keller ! denkwürdig

Udo Keller

Guten Tag, Mitarbeiter!

Guten Tag, Mitarbeiter!
Vorhin, als wir uns auf dem Flur begegneten,
habe ich bemerkt, dass dein Lächeln nicht echt war.
Nun, vielleicht hast du Probleme, warst in Gedanken woanders
und wolltest nicht unhöflich wirken.
Früher hätten wir uns mit einem Handschlag begrüßt
und ein kleines Schwätzchen abgehalten.
Die Zeit dafür war irgendwie immer da.
Heute sind wir alle sehr busy,
vielleicht auch, weil das hip ist.
Ja, wir sind wichtig.
Wir halten den Laden am Funktionieren.
Und funktionieren selbst nur noch.

Als ich die Firma gegründet habe,
gab es viele Bedenkenträger,
die mich mit Ratschlägen verfolgten.
Und es gab die Neider,
die selbst nie den Mut dazu gehabt hätten
und sich bis heute das Maul darüber zerreißen,
dass wir Erfolg haben.
Und es gab dich.
Du standest damals in meinem Büro und fragtest,
ob ich an die Zukunft glaube.
Ich war tief berührt davon.

Ich bin seit dem nie mehr danach gefragt worden.
Ja sicher, von ganz engen Freunden.
Und von Mutter, die sich immer Gedanken gemacht hat.
Auch in ganz schweren Zeiten sagte ich ihr,
dass alles gut läuft und in Ordnung ist.
Aber ich glaube, sie hat gespürt,
dass das oft nicht stimmte.
Mit dir, lieber Mitarbeiter, habe ich nie darüber gesprochen.
Ich weiß, dass dir Sicherheit sehr viel bedeutet.
Ich wünschte, diese auch für mich haben zu können.

Du bist vielleicht der Ansicht,
dass du hier alt werden kannst.
Ich würde dir das gern zusichern können.
Ja, woanders gibt es Entlassungen.
Hier nur, wenn man silberne Löffel geklaut hat.
Draußen tobt der Wettbewerb.
Du hast dich hier drinnen gut eingerichtet.
Manche nennen das Mitarbeiterzufriedenheit.
Ich nenne das verantwortungslos.
Aber was ist mein Anteil an dieser Entwicklung?
Wir hätten öfters reden sollen.

Ich werde darüber nachdenken.
Eine Nacht darüber schlafen.
Und morgen einen ersten Schritt auf dich zugehen,
dir die Hand schütteln,
mich bedanken,
und dich in mein Büro bitten.
Lass uns dort mal über Zukunft sprechen ...



Max Ehrmann (1872 - 1945)

Desiderata

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast,
und denke an den Frieden der Stille.

So weit als möglich, ohne dich aufzugeben,
sei auf gutem Fuß mit jedermann.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus,
und höre Andere an,
auch wenn sie langweilig und unwissend sind,
denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen.
Meide die Lauten und Streitsüchtigen.
Sie verwirren den Geist.

Vergleichst du dich mit anderen,
kannst du hochmütig oder verbittert werden,
denn immer wird es Menschen geben,
die bedeutender oder schwächer sind als du.
Erfreue dich am Erreichten und an deinen Plänen.
Bemühe dich um deinen eigenen Werdegang,
wie bescheiden er auch sein mag;
er ist ein fester Besitz im Wandel der Zeit.

Sei vorsichtig bei deinen Geschäften,
denn die Welt ist voller Betrügerei.
Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen,
denn Tugend ist auch vorhanden:
Viele streben nach Idealen,
und Helden gibt es überall im Leben.

Sei du selbst.
Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor.
Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht,
denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht,
sondern wächst weiter wie Gras.

Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters,
und verzichte mit Anmut auf die Dinge der Jugend.
Stärke die Kräfte deines Geistes,
um dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen.
Quäle dich nicht mit Wahnbildern.
Viele Ängste kommen aus Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei aller angemessenen Disziplin,
sei freundlich zu dir selbst.
Genau wie die Bäume und Sterne,
so bist auch du ein Kind des Universums.
Du hast ein Recht auf deine Existenz.

Und ob du es verstehst oder nicht,
entfaltet sich die Welt so wie sie soll.
Bleibe also in Frieden mit Gott,
was immer er für dich bedeutet,
und was immer deine Sehnsüchte und Mühen
in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien -
bewahre den Frieden in deiner Seele.
Bei allen Täuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen
ist es dennoch eine schöne Welt.

Sei frohgemut. Strebe danach, glücklich zu sein.



Albert Einstein (1879 - 1955)

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius NULL. Und das nennen sie ihren Standpunkt.



Udo Keller

Umsatz ist das Ergebnis von Umsetzung. Und Erfolg heißt, dass vorher etwas erfolgt ist.



Ralph Waldo Emerson (1803 - 1882)

Auf dünnem Eis ist Geschwindigkeit unsere einzige Sicherheit.



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